Vorstellung des neuen Vorstandes


Geschätzte Mitglieder, Paten und Freunde von ARCO


Ich schreibe euch im Namen des neuen Vorstandes von «Freunde von ARCO». Nachdem der alte Vorstand im Juni zurückgetreten ist, ist es uns gelungen, einen neuen Vorstand zu wählen. Ich freue mich sehr, dass wir sechs motivierte Frauen gefunden haben, die die Idee von ARCO weiterführen werden. Die Vorstandsmitglieder stellen sich hier kurz vor:


Nicola Ambühl

Ich bin 50 Jahre alt, arbeite als Sozialpädagogin in einer Sonderschule mit verhaltens-auffälligen und lernbehinderten Jugendlichen, bin seit vielen Jahren im Gemeindevorstand von Rothenbrunnen, habe drei erwachsene Kinder, die alle schon in ARCO in Brasilien gearbeitet haben. Seit ein paar Jahren reise ich selber regelmässig zu ARCO nach Brasilien, und was ich dort gesehen und erlebt habe, hat mich tief beeindruckt.

Im Vorstand bin ich die Präsidentin. Ich hoffe, dass der Verein Freunde von ARCO Schweiz weiterhin seine Aufgabe für die Kinder in der Favela erfüllen kann.


Gerda Mutti

Ich bin 48 Jahre alt und führe mit meinem Mann eine Garage mit Mazda-Vertretung und führen Reparaturen aller Marken aus. Dazu machen wir im Auftrag vom Touringclub Schweiz und verschiedenen Versicherungen den Pannendienst auf der Nationalstrasse A 13, von Rothenbrunnen bis zum Tunnel San Bernardino. Meine Hauptaufgabe in der Garage ist die Finanzbuchhaltung sowie «Mädchen für Alles». Wir haben zwei Söhne im Alter von 14 und 18 Jahren. Mein älterer Sohn und ich waren letzten Herbst in Brasilien und haben ARCO in São Paulo besucht. Dieses Kinderhilfswerk hat uns sehr beeindruckt.


Judith Giger Gomes do Nascimento

Ich bin 50 Jahre alt und habe vor 21 Jahren ein Jahr als freiwillige Helferin bei ARCO gearbeitet. Damals habe ich auch auf einer Reise durch Brasilien meinen Mann kennengelernt und die folgenden neun Jahre im Nordosten von Brasilien gelebt. Seit elf Jahren sind wir nun wieder in der Schweiz. Hier arbeite ich als Primarlehrerin, habe zwei Söhne, die in Brasilien geboren sind. Unsere Ferien verbringen wir oft in Brasilien. Die brasilianische Mentalität, das Schul- und Gesundheitssystem, die sozialen Missstände, die Korruption, vieles ist mir bekannt.

ARCO ist in den letzten 21 Jahren stark gewachsen. Unglaublich, was in dieser Zeit alles geleistet wurde und auch heute noch geleistet wird. Ich bewundere Heidi Caluoris Engagement für die sozial benachteiligten Familien und möchte meinen Teil zu einem weitern guten Gelingen und Bestehen beitragen.


Meret Wälchli

Ich bin 22 Jahre jung und studiere Sozialarbeit, Sozialpolitik und Philosophie in Fribourg. Ich war lange Zeit Abteilungsleiterin der Pfadi Chur und leite nun die PTA (Pfadi trotz allem) in Bern. Durch diese langjährige Pfadierfahrung habe ich gelernt in einem Team zu arbeiten, Projekte auf die Beine zu stellen und diese dann auch zu realisieren. Auch in meinem Studium lernen wir verschiedene Ansätze der sozialen Hilfstätigkeit.

ARCO habe ich durch meine Freundin kennengelernt, die nach der Schule zu ARCO gegangen ist und nicht mehr in die Schweiz zurückgekommen ist. Um ihre Beweggründe zu verstehen, bin ich selber zu ARCO nach Brasilien gereist, um mir ein Bild davon zu machen. In dieser Zeit begriff ich, was ARCO ausmacht und warum man nicht mehr zurück in die Schweiz gehen will, wenn man mal dort ist. Ich stehe 100prozentig hinter dem Engagement von ARCO und möchte meinen Teil zur Unterstützung beitragen.  


Angela Gross

Ich bin 20 Jahre alt und wohne im Moment noch bei meinen Eltern in Domat Ems. Letzten Sommer habe ich an der Kantonsschule in Chur meine Matura gemacht. Nach einem Studium war mir damals aber nicht zumute und so beschloss ich, nach einem halbjährigen Praktikum bei der Zeitung Südostschweiz, nach Brasilien zu fliegen. Dort verbrachte ich sechs Wochen bei ARCO in São Paulo, geplant waren vier… Ja, was soll ich sagen?! Ich habe mich in den Ort verliebt, in die Kultur, in die Menschen, in die Kinder. Die Arbeit hatte mir riesig Spass gemacht und ich vermisse sie noch heute. Deshalb freue ich mich natürlich, dass ich weiterhin noch ein Teil von ARCO bleiben werde und von hier aus mitwirken kann. Kurz gesagt: ich bin jung, motiviert, aufgestellt und freue mich über die neue Herausforderung.


Miana Westermann

Als ich fünf Jahre alt war, ging meine Mutter als freiwillige Helferin nach Brasilien zu ARCO. Ich habe die prägendsten Jahre meiner Kindheit in den Favelas zugebracht.

Als mich die Nachricht erreichte, dass der Vorstand zurücktritt, wusste ich sofort, dass ich das nicht zulassen kann. Ich sehe darin nicht nur die wundervolle Arbeit, die so viele treue und ausdauernde Menschen geleistet haben, sondern auch ein Lebenswerk. Das ist meine Geschichte, das sind Menschen, die ich verstehe. Ich habe selber miterleben dürfen, wie ARCO Leben verändert hat und werde bis heute immer wieder Zeuge davon. Ich sehe die Probleme, mit denen sich der Verein seit Jahren herumschlägt, und ich sehe Lösungen.

Ich war während 5 Jahren Vorstandsmitglied in einem Verein für Indien und dort zuständig für Marketing, Events, Übersetzungen und für die Kommunikation zwischen dem Verein und den Leuten vor Ort. In dieser Zeit konnte ich viel lernen und Erfahrungen sammeln. Jetzt bin ich motiviert für ARCO im Vorstand zu arbeiten, denn ich kenne, liebe und schätze meine Favela.


Ich denke jetzt habt ihr einen Eindruck vom neuen Vereinsvorstand und ich freue mich, mit so viel Power und Engagement zusammenarbeiten zu dürfen.


Mit freundlichen Grüssen

Nicola Ambühl


29.8.2018 Rothenbrunnen

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